Bing
Wenn man in westlichen Ländern Suchmaschinen anspricht, denken die meisten Menschen automatisch an Google. Der Einfluss des Unternehmens ist so groß, dass es das Wort „googeln“ sogar in den deutschen Duden geschafft hat, als Synonym für die Suche im Internet. Es gibt jedoch noch viele weitere Suchmaschinen, wovon die interessanteste augenblickblick Bing ist.
Bing auf dem Vormarsch
Hinter Bing steckt auch niemand geringeres als Microsoft, weswegen man annehmen darf, dass sich hier ein ernstzunehmender Konkurrent aufbaut. Neu ist das Unternehmend aus Redmond natürlich nicht im Geschäft. Bereits mit der sogenannten Windows Live Search konnte man Erfahrungen auf dem Gebiet sammeln. So recht zum Durchbruch hat es jedoch nie gereicht, und so wurde viel Zeit mit kleinen Prozentwerten in der Marktdurchdringung verbracht. Erst mit einer Generalüberholung ihrer Suchmaschine und dem Wechsel des Namens zu Bing – was in etwa die leuchtende Glühbirne über Menschen in einem Cartoon darstellen soll – konnte man Erfolge feiern.
Mit kleinen Features zum Erfolg
Was aber macht Bing anders als Google? Erstens ist es eine Suchmaschine, die erstmals nicht einfach nur eine weitere Kopie von Google sein will. Beispielsweise wird direkt auf der Startseite jeden Tag ein wechselndes Hintergrundbild präsentiert. Bewegt man die Maus darüber, erfährt man einige nützliche Informationen. Wer das nicht haben möchte, kann die Funktion auch ausstellen. Das ist keine bahnbrechende Neuigkeit, aber kombiniert mit den anderen kleinen Baustellen, an denen Microsoft gearbeitet hat, ergibt sich daraus ein homogenes Ganzes.
Andere Funktionen umfassen beispielsweise eine recht intelligente Vorschau auf Suchergebnisse. Gibt der Suchende beispielsweise den Namen eines Films an, führt das erste Ergebnis fast immer zur bekannten Internet Movie Data Base, oder auch IMDB. Das ist sowohl bei Google als auch Bing der Fall. Bing präsentiert daraufhin in einer kleinen Box die Bewertung des Films, die wichtigsten Schauspieler, eine Bildervorschau zum Film und so weiter. Insgesamt sind dies keine weltbewegenden Features, aber das Gesamtkonzept erscheint dadurch doch wesentlich durchdachter. Und der Erfolg gibt Microsoft Recht.
Kooperation mit Yahoo
Als ebenfalls bekannter Anbieter eines Internetportals mit zugehöriger Suchmaschine hat Yahoo sich bereiterklärt, Bings Suchmaschine anstelle der eigenen Einzusetzen. Das beweist die Qualität der Suchmaschine. Seit Bing in den USA online gegangen ist, konnte der Marktanteil auf etwa 13% klettern, was angesichts der einstelligen Prozentwerte von damals bereits einen kleinen Quantensprung darstellt.
Ob das alles reicht, um Primus Google auf lange Sicht den Rang abzulaufen, steht natürlich noch nicht fest. Dennoch, ein erster vielversprechender Schritt ist getan.

