Besucher
Das Internet lebt nur von ihnen und durch sie. Beobachtet man den Web 2.0-Trend, würde manche Webseite nicht existieren, wenn es sie nicht gäbe. Die Rede ist von Besuchern. Millionen von Menschen also, die täglich im Netz unterwegs sind, um Informationen einzuholen, einzukaufen, zu arbeiten, sich Unterhaltung zu verschaffen und andere Menschen kennenzulernen. Mit den Besucherströmen fließt auch das Geld – völlig unabhängig davon, ob es von den Internetnutzern selbst ausgegeben wird oder ob Dritte bereitwillig dafür zahlen, ein Stück vom Besucherkuchen abzubekommen. Natürlich wäre die Betrachtung des Internets als rein kommerzielles Medium verkürzt. Unzählige Webseiten dienen der Information, der Kommunikation oder der Verbreitung neuer Technologien, ohne dass die Macher einen Cent an den Projekten verdienen oder das auch nur in Betracht ziehen. Eines bleibt aber gleich, unabhängig davon, ob man es mit einer kommerziellen oder einer Seite ohne Gewinnabsichten zu tun hat: Ohne Besucher verfehlen sie ihr Ziel.
Besucherfreundliche Webseiten
Besucherzahlen sind natürlich einerseits eine Frage des richtigen Marketings. Nur wer auffindbar ist, wird letztendlich auch besucht werden. Andererseits muss jede Seite versuchen ihre Nutzer zu binden und sie so zu Gästen zu machen, die gern wiederkommen. Um das erreichen zu können, muss ein Internetprojekt den Besuchern entgegenkommen und ihnen genau das bieten, was sie suchen. Die Struktur der Seite sollte deshalb nachvollziehbar, die Menüführung einfach zu verstehen und die Inhalte auf den Punkt verfasst sein. Im schnelllebigen Internet wird sich kaum ein Surfer finden, der bereitwillig eine Seite minutenlang nach den gewünschten Informationen absucht. Für ihn ist es viel einfacher, eine der zahlreichen Suchmaschinen anzusteuern und dort auf schnellem Weg die gewünschten Inhalte präsentiert zu bekommen.
Besucher glücklich machen
Damit endet die Besucheroptimierung allerdings noch nicht. Denn auch wenn die oben genannten Punkte berücksichtigt wurden, heißt das nicht, dass ein Projekt auch professionell wirkt – ein nicht zu unterschätzendes Kriterium bei der Bewertung einer Webseite durch den Besucher. Eine aggressive Farbgebung im Layout, stressige Beschallung, die sich im schlimmsten Fall nicht einmal abschalten lässt oder eine Vielzahl an Tippfehlern in den Texten kratzen an der Vertrauenswürdigkeit einer Seite. Auf die Dichte und Art von Werbeeinblendungen sollte man ebenso achten, da sie auf Dauer eher als störend empfunden wird, anstatt eine zusätzliche Informationsquelle für den Nutzer zu sein. Dasselbe gilt auch für Animationen. Besonders vermeintlich witzige gif-Bildchen, die den Bildschirm mit einem Farbgewitter überziehen, verschrecken den Menschen vor dem Monitor. Etwas, das unbedingt vermieden werden sollte.
Im Kampf um die vordersten Plätze in den Suchergebnissseiten verliert man diesen Aspekt des Webdesigns gern aus den Augen. Dennoch gilt: Nur wer Benutzerfreundlichkeit und Marketing ins richtige Gleichgewicht zu bringen vermag, wird auf Dauer Erfolg haben.

